Für Unternehmen ist es mittlerweile überlebenswichtig eine Website zu haben. Webdesign hat sich in den letzten 20 Jahren extrem weiterentwickelt. Das sollte man nicht einfach ignorieren. Viele Missverständnisse halten sich noch immer hartnäckig. Wir wollen hier einen kleinen Beitrag zur Aufklärung leisten und haben für dich 10 Missverständnisse zusammengestellt.


Missverständnis #1: Webdesign ist einfach

Dieses Missverständnis ist weit verbreitet. Vor allem auch deswegen, weil viele Agenturen Standard-Templates nutzen und versuchen möglichst wenig individuelle Arbeit zu leisten. Wir wollen absolut nicht sagen, dass alle Agenturen so vorgehen, aber dennoch tun es viele. Der Grund dafür ist meist entweder der, dass es einfacher für den Webdesigner ist oder weil es schneller geht.

Daneben darf man einen weiteren wichtigen Aspekt nicht aus den Augen lassen. Eine Website muss sich an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen können. Es macht einen unglaublichen Unterschied, ob man eine Website auf einem Widescreen Bildschirm anschaut oder auf einem Smartphone. Die Entwicklung von Webseiten dauert deshalb mittlerweile im Durchschnitt 1,5 bis 2 mal so lange. 

Im Idealfall ist jeder Abschnitt, jeder Text, jeder Button und jede Seite durchdacht und dient einem bestimmten Zweck. Webdesign sollte nicht nur schön aussehen. Viel wichtiger ist, dass es funktional ist und eine gute User Experience gewährleistet.


Missverständnis #2: Responsivität ist für meine Website nicht wichtig

Wir sehen noch immer sehr viele Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind. Das ist ein riesen Fehler. Potentielle Neukunden, die dich und dein Unternehmen nicht kennen, vergleichen in der Regel verschiedene Wettbewerber. Hat die Konkurrenz in deinem Marktumfeld moderne und responsive Online-Präsenzen, wirft das unweigerlich ein schlechtes Licht auf dich. Im schlimmsten Fall verändert es das Image deines Unternehmens negativ.

Natürlich gibt es auch Branchen, in denen bestimmte Dienstleistungen häufiger auf Desktops oder Laptops gesucht werden. Selbst dann lässt du aber einen großen Teil von potentiellen Neukunden links liegen. Darüber hinaus wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit von Google dafür abgestraft. Google will seinen Usern immer das beste Ergebnis präsentieren. Da mittlerweile der überwiegende Teil der Suchanfragen auf Smartphones geschieht, ist das ein sehr relevanter Ranking-Faktor.
Eine kleine Veranschaulichung

Missverständnis #3: Meine Website sollte nicht viel kosten

Seit es Webdesign gibt, findet man Angebote, die nur einen geringen Bruchteil des üblichen Marktpreises aufrufen. Warum man damit selten gut beraten ist, wollen wir hier kurz ausführen.
Es gibt eine alte Regel, die auch vor Webdesign nicht halt macht - Qualität kostet! Wer ernsthaft erwartet, eine individuelle und hochwertige Website für einen Kampfpreis von 1000 € zu bekommen, der irrt. Im besten Fall bekommt man dann nur ein gutes Template, das ein wenig angepasst wurde und auf Smartphones gut funktioniert. Kein Webdesigner, der Qualität abliefern möchte, wird so arbeiten. Eine individuelle und gut gestaltete Website ist nicht nur komplexer als das, sie ist auch einen wesentlich höheren Preis wert. 

Missverständnis #4: Je mehr Text, desto besser

Kein Mensch will von zu viel Informationen erschlagen werden. Auch macht es einen drastischen Unterschied, wie man einen Text schreibt oder Content gliedert. Der Mensch ist darauf trainiert, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden. Bei Texten und Bulletpoints gibt es ein sogenanntes “Schema F”.

Der Buchstabe F erklärt, wie der Mensch die Zeilen wahrnimmt. Der Blick wandert von oben links angefangen hin zu rechts oben. Dieses Schema wiederholt sich für den Rest des Textes. Das hat zur Folge, dass man den oberen linken Bereich zuerst und intensiver verarbeitet. Dementsprechend sollte man auch Bulletpoints oder Textpassagen gestalten. Die wichtigsten oder auffälligsten Aspekte am Anfang stehen.

Wahrnehmung einer normalen Textpassage
Wahrnehmung von Bulletpoints


Missverständnis #5: Pop-Ups sind sinnvoll

Irgendwann vor ein paar Jahren kam jemand darauf, dass Pop-Up-Fenster eine gute Idee seien. Der Hintergrund ist simpel. Der User kann quasi nichts anderes tun, als sich mit dem kleinen Fensterchen und dessen Inhalt zu beschäftigen. Warum das nicht zwingend gut ist, kann man allerdings an einem einfach Beispielen erklären. Pop-Up ist nicht gleich Pop-Up!

Jeder kennt diesen Moment, wenn er eine Website zum ersten Mal aufruft und von einem Pop-Up begrüßt wird, welches zur Eintragung in einen Newsletter auffordert. Der Haupteffekt ist aber nicht, dass man den User zur Eintragung bewegt, sondern ihn nervt. Das erzeugt im schlimmsten Fall negative Assoziationen. Im Gegensatz dazu kann ein Pop-Up sinnvoll sein, wenn es den User zwingt, eine wichtige Entscheidung zu überdenken. Das könnte beispielsweise das Löschen einer Bestellung oder eines Accounts sein.


Missverständnis #6: Denken wie die Mitbewerber ist gut

Es ist das natürlichste der Welt und überhaupt nicht schlimm, dass man sich bei Mitbewerbern etwas abschaut. Inspiration ist wichtig, Kopieren ist gefährlich. Wenn man sich inspirieren lässt und die Webseiten der Konkurrenz studiert, gibt es ein paar Fragen, die man sich stellen sollte.

Sinnvolle Fragen sind beispielsweise:

  • Was finde ich gut, was eher schlecht?
  • Was genau macht die Website so ansprechend?
  • Was kann ich davon für meine Website übernehmen?
  • Wie hebe ich mich ab?
  • Was sind meine Alleinstellungsmerkmale im Vergleich?
  • Möchte ich ähnlich oder anders rüberkommen?


Missverständnis #7: Meine Website muss sich nicht verändern

So wie sich dein Unternehmen verändert und weiterentwickelt, sollte es auch deine Website tun. Wer am Puls der Zeit bleiben will und zeitgemäßes Marketing betreiben möchte, darf vor seiner Website nicht halt machen. Ein User, der das erste Mal deine Seite besucht, muss wissen, dass dein Unternehmen aktiv ist und sich entwickelt. Jeder kennt Seiten, die das letzte Mal vor mehreren Jahren aktualisiert wurden. Sendet das ein gutes Signal? Die antwort ist nein. Noch viel schlimmer ist, dass Google das ebenso wenig mag und deine Seite automatisch weiter unten platziert.


Alle Punkte im Überblick

Es gibt neben den erwähnten Missverständnissen noch unzählige weitere. Diese alle aufzuzählen, würde definitiv den Rahmen sprengen. Für uns sind sie aber mit die wichtigsten Punkte überhaupt. Hier nochmal alle Missverständnisse im Überblick:

  • Webdesign ist einfach
  • Responsivität ist für meine Website nicht wichtig
  • Je mehr Text, desto besser
  • Meine Website sollte nicht viel kosten
  • Pop-Ups sind sinnvoll
  • Denken wie die Mitbewerber ist gut
  • Meine Website muss sich nicht verändern

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